Morgenstund hat Gold im Mund - oder warum Mamas die besseren Millionärinnen sind

5 Tipps für einen reichen Start in den Tag

Vor kurzem habe ich in einem Artikel gelesen, welche Morgenroutinen viele Millionäre gemeinsam haben. Also was sie schon vor dem Frühstück tun. Das waren so Dinge, wie ein Glas Wasser trinken, Sport machen, ein Dankbarkeitstagebuch führen, etwas Inspirierendes lesen. Hmmmm. Dann können Mamas wohl keine Millionäre werden. Denn bei mir sieht es vor dem Frühstück so aus:

“Maaaaamaaaaa, aaau-dee-eeen, Maaaamaaaa, Kaaaakaaaaooooooooo!”

So werde ich momentan immer geweckt. Von meinem süßen 2-jährigen Schatz. Manchmal, wenn ich noch müde bin, finde ich das aber dann gar nicht so süß. Und dann versuche ich ihn zu überreden, noch ein halbes Stündchen zu kuscheln. Manchmal klappt das. Aber manchmal kommt er dann mit seinem Gesicht direkt vor meins und und wieder, noch lauter und eindringlicher: “Maaaaaaaamaaaaaaaaaa, au-deee-eeeen!”

Meistens um 5:49. Kein Wecker ist zuverlässiger.

Dann erst mal Zähne putzen, Kakao kochen, Kaffee machen, Frühstück vorbereiten, Brotzeiten machen, schon mal eine Wäsche in die Maschine, die Großen wecken, Kleider raussuchen, mich selbst fertig machen,...

8:49: alle Kinder sind in Schule, Kita & Co und ich komme vom Zur-Kita-Bringen nach Hause und beginne “meinen” Arbeitstag”. Lustig. Wo ich doch schon 3 Stunden non-stop beschäftigt war. Da war keine Sekunde für Sport oder lesen. Mist, auch das Wassertrinken hab ich wieder vergessen. Wird wohl nix mit Millionärin sein.

Oder vielleicht doch? Wir Mamas sind nämlich sogar die besseren Millionäre. Wir haben vielleicht keine Zeit für komplexe Morgen-Tätigkeiten. Außer vielleicht, wenn die Kinder schon groß sind. Aber wenn das nicht der Fall ist und du dich darüber ärgerst, warum Millionäre ihren Tag so bewusst und gesund beginnen können und du nicht, dann habe ich 5 Tipps für dich, wie du das ändern kannst:

1. Dankbarkeits-Kuschel-Meditation

Ganz selten schläft mein Kleinster auch mal länger. Dann liege ich meistens schon wach im Bett und meditiere oder sinne über die Dinge nach für die ich dankbar bin. Aber meistens weckt er mich ja schon vor 6 Uhr. Mit etwas Glück hat er Lust auf Kuscheln und dann liegen wir da noch 10 bis 20 Minuten. Das genieße ich dann voll und ganz. Es ist wie eine Meditation. Meinen Kleinen im Arm, wird mir bewusst, wie glücklich ich bin und wie dankbar für meine Wunder, die Kinder heißen. Für Nichts in dieser Welt würde ich sie missen wollen. Meine “Arbeit” als Mama ist die beste. Das frühe Aufstehen, die schlaflosen Nächte, die vielen täglichen Aufgaben und Entscheidungen - alles alles tue ich von Herzen für die Wesen, die mein Leben so wert- und wunder-voll machen. Unbezahlbar. Grenzenloser Reichtum. Und wenn ich morgens vor dem Aufstehen Zeit habe für eine kurze Kuschel-Meditation, dann mache ich mir genau das bewusst. Fühle meinen Reichtum mit meinem ganzen Sein. Dann ist gute Laune vorprogrammiert und die Morgenroutine ist keine Routine mehr, sondern ein Geschenk. Denn jeder Moment mit den Menschen die du liebst ist tausend mal mehr wert als eine Million. Und selbst wenn keine Zeit für die Kuschel-Meditation ist. Dann nimm einfach 3 tiefe Atemzüge und denke kurz an deine Kind oder deine Kinder. Wie lieb du sie hast. Wie reich sie dich machen. Wie wertvoll jeder Moment mit ihnen ist. Jeden Morgen.

2. Pausen-Smoothie

Mein 7jähriger ist ein Schulbrot-Verweigerer. Egal was ich ihm in die Schule mitgebe, er bringt es wieder nach Hause. Angeblich hat er keine Zeit, weil er die ohnehin schon kurze Pause zum Spielen nutzen möchte. So jung und schon hat er sein ganz eigenes Zeitmanagement. Naja, ernährungstechnisch war es immer schon schwierig mit ihm. Aber eins liebt er: Smoothies. Und weil es nichts Besseres für einen guten Start in den Tag gibt, als einen Smoothie, habe ich das alles miteinander verbunden: ich mixe eine riesige Familien-Portion Smoothie, trinke meinen selbst gleich und fülle meinem Sohn einen für die Pause ab. Das ist so ein richtiger Sattmacher-Smoothie mit Nüssen und Flocken drin und das ist dann eben das flüssige Pausenbrot. Dafür hat er auch Zeit. Und ich habe meinen Smoothie am Morgen. Probier’s mal aus :-).  

3. Zwischendurch-Sport

Mein Mann ist der sportlichste Mensch, den ich kenne. Er macht seinen Sport aber meistens nur nebenbei. Das bekommt man nicht mal mit. Allein schon in der Früh auf dem Weg vom Bett zum Badezimmer macht er schon 50 Liegestütze und 20 Klimmzüge. Ihm macht das Spaß und er plant keine extra Zeit dafür ein. Wenn er auf die Kinder aufpasst, spielen die eben um ihn herum, während er seine Sit-Ups macht. Das habe ich mir von ihm abgeschaut. Denn als Mama keine Zeit für Sport zu haben ist einer der größten Mythen, den es gibt. Sich als Mama keine Zeit für Sport zu nehmen, das trifft es schon eher. Aber es braucht nicht den langen Workout am Abend, die Zeit für einen Jogging-Lauf durch den Wald oder die Yoga-Stunde. Das ist dann eben Luxus, den man sich ab und zu mal gönnt. Aber zwischendurch einbauen geht immer. Übungen, die eben so in den Alltag passen und die man zwischen den Legosteinen am Teppichboden machen kann. Meine Favoriten sind Liegestützen, die ich im Stehen an der Küchenablage mache. Zum Beispiel während das Wasser im Wasserkocher kocht. 10 Stück. Oder Kniebeugen. Die effektivste Ganzkörper-Übung überhaupt. Auch 10 Stück, während ich meinen Kindern beim Kakao-Trinken Gesellschaft leiste. Oder ein Sonnengebet im Wohnzimmer. Meine Kinder machen gleich mit. Besser mal so zwischendurch als gar nicht. Und so beginnst du den Tag gleich ein bisschen bewegter und gedehnter und bist voll und ganz in deinem Körper und im Hier und Jetzt. Los geht’s!

4. Gute-Laune-Virus

Bist du ein Morgen-Muffel? Und hast morgens so gar keine positive Stimmung? Dann lass dich mal von deinen Kindern vom Gute-Laune-Virus anstecken. Kinder sind nämlich eigentlich immer gut gelaunt. Außer sie haben es sich von den Erwachsenen schon abgeschaut und es sich antrainiert, schlechte Laune zu haben. Müde sind Kinder schon manchmal, klar. Aber meistens gehen sie offen und optimistisch in jeden neuen Tag. Wenn der Morgen aber stressig abläuft und von viel Druck und Machtkämpfen geprägt ist, geht diese gute Stimmung schnell den Bach hinunter. Was da helfen kann, ist Zeit und Klarheit. Rechtzeitig aufstehen, dass ein Puffer für Trödeln drin ist. Und klare und konsequente Abläufe haben. Da muss man sich dann nicht ärgern oder rumschimpfen. Mein 7jähriger weiß, dass erst Anziehen dran ist und dann gibt es Frühstück. Und während dem Frühstück ist dann Zeit zum Ratschen und für Späße. Sich mit dem Gute-Laune-Virus anzustecken. Gute Besserung! :-)

5. Bring-und-Abhol-Service

Meinen Kleinsten bringe ich zur Kita und hole ihn am Nachmittag auch wieder ab. Der Kindergarten ist ganz nahe, aber trotzdem genieße ich die 5 Minuten dorthin und zurück. Wenn wir gemeinsam gehen, gibt es zur Zeit immer viele magische Dinge zu entdecken. Schnecken, Herbstblätter und Hubschraubergeräusche. Und den Weg alleine zurück nutze ich zum klar-werden, mich-selbst-durchlüften und mit-mir-selbst-sein. Manchmal, wenn ich Lust habe, gehe ich sogar eine extra Runde. Spazierengehen ist so schön, da komme ich runter und mir kommen Ideen und Inspiration für den Tag. So tue ich mir auf dem Weg hin und zurück zur Kita was Gutes. Ein Service für mich selbst.

Kuschel-Dankbarkeits-Meditation, ein Smoothie, ein bisschen Sport, ein Gute-Laune-Gespräch und ein achtsamer Spaziergang. Das klingt doch ganz schön gut, dafür dass man eigentlich gar keine Zeit hat für sich selbst als Mama während der Morgenroutine.

Das ist meine Devise mit MamaMeditation. Einfach einbauen. Einfach machen. Nicht auf später verschieben. Deine Kinder halten dich von Nichts ab. Ganz im Gegenteil. Sie eröffnen dir neue Wege. Gewohnheiten zu ändern. Mal was Neues auszuprobieren. Nicht starr zu planen und es am Ende nicht tun. Lieber kleine Portionen und flexibel einbaubar. Egal ob meditieren, gesunde Ernährung oder Sport. Das hat alles Platz in deinem bunten, lebenswerten Mama-Alltag. Und du bist dein eigener Boss als Mama. Du kannst das gestalten, wie du willst. Toll oder?

Und bestimmt gleicht kein Morgen mit deinen Kindern dem anderen, wenn du erst einmal anfängst, ihn zu genießen und bewusst voller Freude und Leichtigkeit zu gestalten. Da stellst du jeden Millionär in den Schatten. Denn den Reichtum, den deine Kinder dir bieten, kann niemand toppen.

Hab eine reiche Woche!

Alle Liebe,

Deine Verena