Was ist eigentlich MamaMeditation?

Bei Meditation denkt man automatisch an Augen schließen, Stille, Entspannen, vielleicht im Lotussitz. Vielleicht eine Assoziation mit Natur, frischer Luft, Durchatmen. Tiefer Frieden, loslassen.

Manche können auch gar nichts damit verbinden. Oder sogar etwas Unangenehmes. Zum Beispiel: "Meditieren, das ist nichts für mich. Ich kann nicht ruhig sitzen."

ALL diese Konzepten über Meditation möchte ich nun aufräumen. Ich wische sie jetzt mal kurz vom Tisch. Und zwar alle. Während du diesen Blogartikel liest, vergiss mal alles, was du über Meditation weißt oder nicht weißt. Ich habe nämlich eine Ansicht über Meditation, die dich vielleicht vom Hocker hauen wird. Oder vom Meditationskissen.

Meditation ist der Weg zurück in deine Mitte. Deine Mitte ist ein Ort in Dir, ein Teil von dir, untrennbar mit dir verbunden. Dieser Teil ist wie ein allwissendes Genie, wie ein Engel, der dich liebt und leitet. Der dich sehr genau kennt und vor allem weiß, was dir gut tut. Der weiß, was dich beruhigt, dir Kraft, Ruhe und Gelassenheit gibt.

Durch unser sehr stark nach außen orientiertes Leben und eine extreme Leistungsorientierung haben viele Menschen den Bezug zu diesem inneren Selbst verloren, das in dir ist, das dich leiten kann, wenn du dich verloren oder gestresst fühlst.

Deshalb haben viele Menschen begonnen, ihr Glück im Außen zu suchen. In anderen Menschen, Dingen, Reisen, Essen oder, wenn man nicht weiterkommt, vielleicht irgendwann auch in spirituellen Lehren oder Praktiken.

All das dient nur einem Zweck: dich irgendwann wieder zurückzubringen. Zu deinem eigenen inneren Selbst, das immer da ist, immer da war und nur darauf wartet, dass du es wieder bemerkst. Denn es hält geduldig deinen inneren Frieden bereit.

Alle Probleme “im Außen”, alle spirituellen Lehren, Coachings oder einfach dein ganzes Leben - ist letztendlich da, um dich wieder zu dir selbst zurückzubringen. 

Denn du selbst bist dein eigener Schlüssel, um dir den Zugang zu diesem inneren Frieden in dir zu öffnen.

Im Grunde kann nämlich dein ganzes Leben, jeder Moment davon, eine Meditation sein. DEINE Meditation.

Das heißt: alles was dir begegnet ist eine Chance, um daran zu wachsen, um dich gut zu fühlen.

Alles, selbst deinen Stress, kannst du als Hilfsmittel sehen, als Freund, der dir hilft, zurückzufinden in deine Mitte.

Wenn du nicht davor fliehst, sondern es erst mal annehmen kannst, in Akzeptanz gehen kannst, dann kann genau das Negative in deinem Leben - der Stress, die Ängste, die Erschöpfung - dein Wegweiser sein zurück in deine Mitte. Das ist dein perfektes, angeborenes Meditationswerkzeug.

Wie geht das? Einfach, indem du lernst, erst mal deine Gedanken und Gefühle zu beobachten und zu bestimmen, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst. Denn worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst, das wächst.

Nimmst du immer nur wahr, wie gestresst und müde du bist, verstärkst du es noch. Wenn du immer nur denkst, wie wenig Zeit du hast, übersiehst du vielleicht die Momente, die für dich da sind.

Sehr viel kraftvoller ist es, die Wahrnehmung auf Momente und Aspekte in deinem Leben zu lenken, die dir Energie und innere Ruhe geben. Selbst wenn sie nur klein sind. Aber sie summieren sich und geben dir innere Stärke, die dann wächst.

In stressigen Momenten kann man sich auch immer entscheiden, ob man sich in das, was man als ein Problem empfindet "hineinsteigern" möchte oder ob man die Aufmerksamkeit lieber sanft umlenken möchte. Erst mal tief durchatmet und schaut, ob wirklich "das Problem" das Problem ist oder eher die Emotion die in einem hochschießt. Und die man nicht loslassen kann.  Das ist nicht immer leicht, aber man kann es lernen.

Alles was dich in deinem Leben umgibt - EINFACH ALLES - ist einfach nur ein Wegweiser zurück zu dir und deinem höchsten Potenzial. Und Dein höchstes Potenzial bedeutet nichts weiter, als dein Leben zu genießen und glücklich zu sein. Und gelassen bleiben zu können in stressigen Momenten.

Alles, was sich schlecht anfühlt zeigt dir einfach nur, dass du deine Wahrnehmung wahrscheinlich auf das gerichtet hast, was du eigentlich gar nicht willst: Stress, Aufopferung, fehlende Anerkennung, Kritik.

Das ist ganz normal. Das geht fast allen so. Es ist nämlich so, dass die breite Masse das auch so macht und vorlebt und wir selten in der Schule oder unserem direkten Umfeld lernen, wie man positiv denkt.

Also, ich fasse zusammen: nichts in deinem Leben ist falsch. Alles ist einfach nur eine Anzeigetafel, eine Reflektion dessen, worauf du deine Aufmerksamkeit gelenkt hast. Du kannst also dankbar dafür sein. Es gibt dir einen Hinweis:

  • Was du willst, darauf kannst du ab jetzt mehr Aufmerksamkeit lenken.
  • Was du nicht willst, darauf kannst du ab jetzt weniger Aufmerksamkeit lenken.

Das bringt positive Gedanken und Gefühle und wird neue und kraftvollere Umstände wie ein Magnet in dein Leben ziehen.

Menschen, die vorher kritisch waren werden plötzlich freundlich. Was stressig war, macht plötzlich Spaß. Was dir missfällt, verabschiedet sich. Neue Menschen und Gelegenheiten erscheinen aus dem Nichts. Momente der Ruhe und Freude öffnen sich.

Dann ist dein ganzes Leben Meditation. Alles und jeder ist ein Werkzeug, um dir zu helfen, in deine Mitte zu zurück zu finden.

Gerade als Mama gibt es hunderte Gelegenheiten jeden Tag, die man nutzen kann, um gelassen und glücklich zu sein. Denn unsere Kinder sind Engel, die uns bereitwillig jeden Tag erfreuen oder nerven. Je nachdem, was wir gerade brauchen und “anziehen”.

Dein Mamasein an sich kann zur Meditation werden. Jeder Moment, jede Tat, jeder Gedanke, jedes Gefühl ist Teil davon. Es geht darum, das zu sehen, was schon da ist. Den Alltag und seine Gelegenheiten zu nutzen, um kleine Meditationsübungen daraus zu machen.

Das ist Meditation als Lifestyle. Das ist MamaMeditation. Wie man das konkret in seinem Alltag anwenden kann, um mehr Zeit, Kraft, Gelassenheit und besseren Schlaf zu finden - das gebe ich in meinem Onlinekurs weiter.

Ich wünsche dir noch einen wunderschönen Tag voller wertvoller Wegweiser und Momente zum Genießen!

Alles Liebe,

Deine Verena