Als Mama Hilfe finden und auch annehmen

wie du durch die richtige innere Einstellung Hilfe in dein Leben läßt

 

Jetzt ist es soweit: während in den meisten Bundesländern schon wieder die Schule angefangen hat, ist Bayern noch mittendrin und auch die Ferienbetreuung läuft nicht mehr, so dass bei mir zuhause auch alles ein bisschen ferienmäßig abläuft. Sprich: arbeiten eben nur dann, wenns geht.

Heute morgen war ich dann schon mit meinem Kleinsten unterwegs und bin immer wieder begeistert zu entdecken, wie spannend alle noch so banalen Dinge für die kleinen Kinder sind. Wir haben Äpfel im Park hinterm Rathaus geklaut....äh gepflückt, uns am Brunnen naßgespritzt, ein Kunst-Objekt wurde zum Klettergerüst und ein anderes Kunstobjekt - so eine Art Plattform - wurde zur Bühne. Mein Kleiner ist erst 2, aber er konnte mir schon ganz klare Regisseur-Anweisungen geben, wie ich auf der Bühne singen und auftreten sollte. Es war herrlich!

Zum Glück bekomme ich aber auch viel Hilfe mit meinen Kindern, so dass ich zwischendurch immer mal wieder ein paar Stunden was arbeiten kann. Mein 17jähriger Sohn z.B., der passt oft auf die Kleinen auf - und auch noch gerne. Naja, zugegeben, eine kleine Taschengeldaufbesserung hat zur Motivation auch nicht geschadet.

Ohne Hilfe können die Ferien auch zum puren Stressfaktor werden

Viele Mamas haben allerdings nicht so viel Glück und da können die Ferien dann auch mal zum puren Stressfaktor werden. Zum einen, weil den Kindern dann langweilig ist und ein Programm her muss und zum anderen, weil ja dieser Druck da ist, was man eigentlich alles schaffen müsste.

Da helfen nur 3 Dinge:

1. Ferienprogramm vereinfachen

2. Entspannungsinseln einbauen und

3. Hilfe suchen und annehmen

Über Punkt 1 habe ich ja neulich schon mal geschrieben und halte mich hier kurz: ich finde einfach, man muss Kinder nicht andauernd bespaßen und entertainen und Langeweile ist sooooooo wichtig für die Entwicklung. Damit dann irgendwann aus der (eigenen!) Fantasie heraus eine Idee entspringt, was man spielen könnte. Kein Brettspiel, kein Computerspiel, keine Malvorlage. Einfach frei, kreativ, aus dem Moment heraus. Ideen geben ist natürlich an sich nichts Schlechtes. Aber ab und zu mal dem Kind seine Kompetenz, eigene Ideen zu entwickeln, ganz zurück zu geben, schenkt sehr viel Selbstbewusstsein.

Punkt 2 dürfte dir auch bekannt vorkommen, wenn du mir schon eine Weile folgst. Genau darum geht MamaMeditation. Nicht auf den einen großen Urlaub oder den Feierabend zu warten, sondern immer mal wieder Ruheinseln einzubauen. Kleine Entspannungsmomente. Kleine Zeitinseln für dich. Um immer mal wieder zwischendurch aufzutanken. Und immer mal wieder die eigene Perspektive zu hinterfragen. Wenn du zum Beispiel die Situation als stressig empfindest, dann frage dich einfach mal: warum eigentlich? Wenn jetzt gar kein Druck da wäre, etwas anderes erledigen zu müssen, dann wäre es ja vielleicht total spaßig, was mit den Kindern zu unternehmen. Oder? Also so mache ich das dann immer: ich denke mir, dass ich es ja jetzt sowieso nicht ändern kann. Dann komme ich in eine Akzeptanz hinein und in einen Frieden mit dem Moment. Und automatisch empfinde ich die Situation dann als gewinnbringend statt energieraubend. Win win.

Wenn es darum geht, mehr Hilfe zu bekommen, klafft bei vielen Mamas ein riesiges Loch

Punkt 3 liegt mir heute besonders am Herzen. Und da möchte ich auch etwas näher drauf eingehen. Denn da klafft bei so vielen Mamas ein riesiges Loch. Es geht darum, mehr Hilfe zu bekommen. Ganz konkret, dass mal jemand in den Ferien mal auf die Kinder aufpasst beispielsweise. In unserer Welt sind alle so sehr mit ihrem eigenen komplexen Leben beschäftigt, dass es schwer fällt eine Scheibe abzuschneiden, um anderen zu helfen. Aber Kleinigkeiten gehen immer. Und genauso wie du bestimmt bereit wärest, anderen einmal auszuhelfen, gibt es in deinem Leben vielleicht auch kleine und große Helfer, von denen du nur noch nichts weißt.

Um sich mehr Hilfe in sein Leben zu holen, ist der wichtigste Schritt meines Erachtens - wie in alles Lebensbereichen - sich dem Thema erst mal auf einer Bewusstseinsebene zu öffnen. Zu aller erst geht das am besten, indem man einfach mal auflistet, wo man denn schon überall Hilfe bekommt. Vom Mann, von den Geschwistern, vielleicht im nächsten Freundeskreis.... und dafür einfach mal einen kleinen Dankbarkeits-Gedanken losschicken. Oder einfach Freude. Denn Dankbarkeit wirkt wie ein Magnet für mehr.

Wenn du aber gerne noch mehr Hilfe hättest als das, dann überlege dir mal, wie die aussehen soll. Aber nicht konkret (z.B. nicht festlegen, wer, wann und wie genau diese Hilfe gibt), sondern eher allgemein gefasst. Zum Beispiel, dass du gerne ab und zu einen Babysitter für abends hättest. Oder Hilfe beim Einkaufen. Oder Hilfe beim Kochen. Oder einfach jemand, der mal ein oder alle Kinder für ein paar Stunden betreut. Auch wenn du dir in diesem Moment vielleicht nicht vorstellen kannst, wie diese Hilfe genau aussehen könnte, überlege dir einfach was du bräuchtest, wenn du es bestellen könntest. Bei einem universellen Bestellservice. Und dann gib die klare Absicht, dass Hilfe h in der nächsten Zeit in dein Leben kommen darf und du offen dafür bist. Und dann schicke diese Absicht ab und las sie los. Und mach einfach weiter wie bisher.

Hilfe auch anzunehmen ist die andere Seite der Medaille und für viele gar nicht so leicht

Wichtig ist, dass du nicht darauf fixiert bist, wie diese Hilfe aussehen soll. Aber wichtig ist auch, die Augen offen zu halten, damit du auch bemerkst, wenn sich Hilfe anbietet. Diese nämlich dann auch anzunehmen ist die andere Seite der Medaille und für die Meisten gar nicht so leicht. Aber du darfst das! Sei es dir wert!

Manchmal ist es auch wichtig, direkt nach mehr Hilfe zu fragen. Je nachdem, welche Person das ist, kommt es vielleicht auf den richtigen Ton an. So dass die andere Person sich nicht gedrängt oder gezwungen fühlt oder es sich vielleicht sogar ein bisschen vorwurfsvoll anhört. Einfach eine klare, freundliche Ansage ist meistens das Beste. Der andere kann ja immer nein sagen. Und wenn es ein Ja ist: super! Dann nimm es an!

Und eine weitere Option kann auch sein, dass man sich einfach Hilfe holt und bezahlt. Einen Babysitter, eine Haushaltshilfe. Wenn man da jemanden findet, dem man vertraut und wenn man es sich leisten kann: warum nicht? Sei dein eigener universeller Helfer und gönne dir ab und zu einen Babysitter. Dafür bestellst du dann einfach ein paar Schuhe weniger auf Zalando (oder was auch immer dein Laster ist) ;-)

Allein darüber nachzudenken, sich Hilfe zu holen oder den Telefonhörer in die Hand zu nehmen, um etwas zu organisieren, kann oft schon die Energie von der Opfer- zu Schöpfer-Haltung ändern und alles beginnt anders zu laufen. Das ist die Kraft der positiven Ausrichtung.

In diesem Sinne wünsche ich dir ganz viel Hilfe und dadurch mehr Entspannung in deinem Mama-Alltag!

Es würde mich übrigens brennend interessieren, wie es dir mit dem Thema Hilfe geht. Fällt es dir leicht, nach Hilfe zu fragen und diese dann auch anzunehmen? Schreib mir gerne eine Email!

Alles Liebe, deine Verena