Mama-Alltags-Tipp #4: Wie jeder Moment zur Entspannungsinsel werden kann

Letzte Woche habe ich ja darüber geschrieben, wie ich es handhabe, wenn ich mehr zu tun habe, als ich schaffen kann... dann setze ich Prioritäten.

Heute möchte ich aber noch auf eine weitere ultimative Priorität eingehen: wie du trotz vollem Zeitplan und To-Do-Liste und Terminen und und und... Zeit findest, um kleine (aber feine!) Auftank-Momente einzubauen. Mini-Erholungs-Urlaube. Entspannungsinseln.

Zuallererst: solche Entspannungsmomente müssen nichts Großes sein oder lange dauern. Viel wichtiger ist es, dass du sie JEDEN Tag einbaust. Am Besten sogar mehrmals. Denn Erschöpfung kommt, wenn man über einen längeren Zeitraum immer nur durchhält und sich selbst und seine Bedürfnisse vergiss. Das passiert uns Mamas besonders schnell. Deshalb lieber kurze Entspannungsoasen und Erholungsinseln einbauen, als gar keine. Denn auf den nächsten freien Abend, das Wochenende oder sogar den Urlaub zu warten, könnte nach hinten losgehen. Da muss nur ein Kind krank werden (oder du selbst) und schon war's das wieder. Ich setze lieber auf regelmäßige, tägliche Auftank-Momente. Und ganz besonders wichtig ist für mich, meinen Verstand da auszutricksen. Warum? Weil unser innerer Kritiker oft ganz bestimmte Vorstellungen von Erholung und Entspannung hat und wie das auszusehen hat. Zum Beispiel zählen da „nur“ Situationen, in denen wir ganz alleine sind und mal abschalten können. Aber da wir Mamas selten ganz alleine sind, finde ich es wichtig zu lernen, auch in ganz alltäglichen Alltags-Situationen zur Ruhe kommen zu können. Mitten im Geschehen sozusagen.

Hier sind meine Top 3 Alltags-Situationen, in denen ich super entspannen kann, egal, wie laut oder chaotisch sie gerade sind:

  1. Wenn meine Jungs spielen, setze ich mich mit einem Kaffee dazu und bin einfach nur stille Beobachterin. Ich greife nur ein, wenn nötig. Ansonsten schalte ich einfach ab und genieße ein paar Minuten, indem ich zum Beispiel eine kleine Dankbarkeits-Meditation mache (d.h. ich liste mir still im Inneren auf, wofür ich dankbar bin... das gibt auch noch Kraft!)

  2. Ich versuche meistens, die Hausarbeit zu erledigen, wenn meine Kinder zuhause sind. Und zwar deshalb, weil ich die Zeit „alleine“ zum Arbeiten nutze. Ich binde sie dann in die Hausarbeit mit ein und das kann richtig Spaß machen. Hier gilt: einfache Aufgaben – nicht zu viel auf einmal – Spaß haben. Zum Beispiel Staub wischen. Oder Kleider falten. Oder Spielzeug zurück räumen. Und wenn man es genießt und Spaß dabei hat – BINGO – kann man sich genau so gut währenddessen erholen. Spaß & Freude gibt nämlich Kraft.

  3. Zusammen raus gehen ist auch ganz vorne mit dabei. Egal ob auf dem Spielplatz, am Sandkasten oder während dem Waldspaziergang – da kann ich meinen eigenen Gedanken folgen – und ich wähle gerne, meine Aufmerksamkeit auf Positives zu richten. Dankbarkeit, Freude, Liebe. Das wächst dann. Parallel kann ich absolut mit meinen Kindern präsent sein. Klar, ich muss ja als Mama aufpassen, dass nichts passiert. Egal ob an der Ampel, auf dem Klettergerüst oder in der Menschenmenge.

Du siehst also – egal, wie die Alltags-Situation aussieht – es ist eine innere Entscheidung, ob du die Situation als stressig empfindest oder ob du dich vielleicht hinein-entspannen kannst. Wenn du das kapiert hast, eröffnet sich dir ein völlig neues Universum an Momenten, die du mit Freude, Entspannung und Erholung auf Seelenebene füllen kannst!

Ich freue mich auf Feedback, wie dieser MamaMeditation-Alltags-Tipp für dich war! Und ich freue mich, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, welche Alltags-Situationen du zum Entspannen entdeckt hast.

Alles Liebe, Deine Verena