Gedankenbestandsaufnahme

Hallo und herzlich willkommen in Modul 1!

Hier dreht sich alles um deine Gedanken. Denn Gedanken beeinflussen dein Leben mehr, als dir vielleicht bewusst ist. Ob du es glaubst oder nicht, wir haben unglaublich viele Gedanken jeden Tag. Und zwar 60.000 täglich! Davon sind rund 70% wirres Geplapper, 27% negative Gedanken und nur 3% sind positiv!!!!! Das ist ganz schön wenig, oder? Wenn ich mich aber so umschaue, spiegelt sich das auch in unserer Umwelt wider. Es fällt mir immer wieder auf, wie viele Menschen aus Gewohnheit Dinge negativ betrachten, anstatt etwas Positives darin finden zu können. Dieses negative Denken kostet leider sehr viel Energie. Aber zu dem Thema kommen wir etwas später.

Wir werden uns nun zunächst eine Weile intensiv mit Gedanken beschäftigen, denn einer der wichtigsten Aspekte von einer funktionierenden Meditation ist, frei von Gedanken zu sein. Aber was bedeutet das? Und wie mache ich das? Ist das überhaupt möglich?

Da ich kein großer Fan von zu viel Theorie bin, lade ich dich dazu ein, dass du nun selber erst mal deinen Verstand ein bisschen aktiv kennenlernst. Nimm dir entweder heute oder wenn es schon spät ist, dann morgen immer mal wieder einen Moment Zeit, um einen oder zwei deiner Gedanken auf ein Blatt Papier zu notieren. Mache das über den Tag verteilt, bis 1 Seite voll ist. Oder am Abend, wenn du Zeit hast, rückblickend. Ganz ehrlich, ohne zu editieren, einfach so, wie es dir durch den Kopf geht. Du kannst dir dazu die heutige PDF ausdrucken und sie dann später in einer Mappe abheften (oder du kannst sie auch auf deinem Computer abspeichern, dann - ganz wichtig! - umbenennen und wenn du sie dann wieder öffnest kannst du sie interaktiv bearbeiten und danach abspeichern). Auf dieser PDF ist Platz für deine Notizen.

Wenn du damit fertig bist – aber erst wenn das Blatt voll ist – möchte ich dich bitten, das Blatt mit deinen Notizen zu nehmen und mit einem Textmarker oder farbigen Stift alle Gedanken zu markieren, die positiv oder produktiv waren. Dann nimm eine andere Farbe und markiere alle negativen und destruktiven Gedanken. Wirre oder neutrale Gedanken (oder bei denen du dir nicht sicher bist, wo du sie zuordnen sollst) markierst du einfach gar nicht.

Was fällt dir auf? Welche Farbe dominiert? Positiv oder negativ?

Notiere in der PDF auch deine Erkenntnisse, die du über deine Gedankenwelt hattest. Was dir aufgefallen ist.

Vielleicht kommt dir das alles erst einmal nach viel Arbeit vor, dieses Gedanken aufschreiben und markieren... wo es doch hier um Meditation geht... Aber keine Sorge: ich werde dir helfen, deinen Verstand dahin lenken zu können, wo du ihn willst. Nämlich zu Frieden, Stille, Ruhe, Gelassenheit, wie auch immer du es nennen willst. Dazu musst du ihn aber erst mal kennenlernen und lernen, ihn zu beobachten. Um ihm dann wieder beizubringen, wozu er ursprünglich gedacht ist: als Werkzeug, um dir zu helfen (z.B. beim Arbeiten, Auto fahren, kochen, rechnen,...). Denn der Verstand ist nicht dein Boss. Du bist der Boss. Du kannst ihn lenken.

Verbringe nun den restlichen Tag ganz sanft damit, deinen Verstand kennenzulernen. Einfach nur zu bemerken, wie aktiv er ist. Beobachten, was sich da tut...ohne etwas damit machen zu müssen.

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag!

 

Zusammenfassung - was ist zu tun:

  1. Drucke die PDF “Gedanken-Bestandsaufnahme” aus (oder hole dein Workbook hervor).

  2. Notiere einen Tag lang (oder am Abend rückblickend) deine Gedanken, bis eine Seite voll ist.

  3. Markiere alle positiven Gedanken auf deiner Liste mit einer Farbe (z.B. gelb).

  4. Markiere alle negativen Gedanken auf deiner Liste mit einer anderen Farbe (z.B. blau).

  5. Lasse neutrale Gedanken oder die, die du nicht zuordnen kannst unmarkiert.

  6. Notiere deine Einsichten auf der PDF und teile sie gerne in der Facebook-Gruppe oder in den Kommentaren – es ist soooooooo interessant für alle, weil man dann oft sieht, dass man nicht die einzige ist, die solche Gedanken hat ;-)

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