Mehr über Gedanken

(diesen Text habe ich auch vertont – die Audiodatei findest du unter dem Text)

Ich hoffe du hattest Spaß mit der letzten Übung und hattest interessante Einsichten über deinen Verstand!

Denn da wo unsere Gedanken sich abspielen - in unserem Verstand - da beginnt auch alles, was mit Meditation zu tun hat. Es ist gut, wahrzunehmen, was sich da so tut. Und es ist auch gut zu wissen, dass du nichts tun musst. Nur beobachten. Denn unsere Gedanken sind uferlos. Wir können sie nicht alle kontrollieren. Aber leider kontrollieren die Gedanken oft uns. Und das sollte nicht so sein. Ein erster und wichtiger Schritt ist also, die Gedanken zu beobachten. Damit wir uns ihrer erst einmal bewusst werden. Dann können wir nach und nach auch bewusst wählen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten wollen.

Denn wir sind sehr kraftvolle Wesen und unsere Gedanken bestimmen unserer Wirklichkeit. Leider laufen sie meistens unbewusst ab. Deshalb ist es auch so schwer, etwas im Leben zum Positiven zu verändern. Weil wir immer versuchen etwas im Außen zu verändern, während uns unbewusst unsere negativen Gedanken weiter Steine in den Weg legen. Du kannst im Außen so viel verändern so oft du möchtest. Es wird aber am Ende ohne bleibende Wirkung sein, wenn das, was in dir ist – deine zugrundeliegenden Gedanken und Überzeugen – nicht damit übereinstimmen. Aber keine Angst, wir werden in diesem Kurs nicht anfangen, an destruktiven Mustern zu arbeiten. Überhaupt werden wir in diesem Kurs an gar nichts arbeiten. Auch nicht an den Gedanken. Wir beobachten sie nur. Positive Veränderungen kommen dann von ganz alleine, als praktischer Nebeneffekt. Wenn wir lernen, uns auf das Positive im Leben zu richten.

Und das tollste an allem ist: die Gedanken stören gar nicht. Es sind zwar viele. Sie laufen größtenteils unbewusst ab und sind auch noch meistens negativ oder zumindest nerviges Geplapper. Na toll. Und jetzt?

Gar nichts! Ja das stimmt, in Wirklichkeit musst du mit deinen Gedanken gar nichts machen. Sie fliegen vorbei, wie eine Schar Vögel. Kannst du eine Vogelschar einfangen? Können sie dich einfangen? Nein, du kannst sie höchstens hören. Und weiter ziehen lassen.

Deine Gedanken haben keine Macht über dich. Nur wenn wir unserem Verstand, unserem permanenten inneren Geplapper ausgeliefert sind und das alles für echt halten, dann ist der Verstand wie eine tickende Zeitbombe. Diese Gedanken bestimmen dann, ob du ruhig bist oder gestresst oder traurig oder ausflippst. Das ist, was so viel Energie kostet. Aber nicht die Gedanken an sich sind das Problem.

„Nicht deine Gedanken sind das Problem, sondern deine Reaktion darauf.“

Ab diesem Zeitpunkt gibt es also jetzt 2 Teilnehmer, die an diesem Kurs teilnehmen: DU (und DU kannst deinen Verstand beobachten) und dein Verstand (der will mitmachen und hat ständig hilfreiche oder nicht so hilfreiche Kommentare, die er einwirft…und tut so, als wäre er du...kannst du deinen inneren Kommentator hören?)

An dieser Stelle fühlst du dich jetzt vielleicht ein wenig verwirrt und denkst dir: was hat das jetzt alles mit Meditation zu tun? Und ich sage, das hat ALLES mit Meditation zu tun. Unser Verstand ist ein unkontrollierbarer Bienenschwarm. Um Ruhe und Gelassenheit und inneren Frieden zu erleben ist der erste und wichtigste Schritt, erst einmal deinen Verstand beobachten zu können.

Und dich zu fragen: wenn ich meinen Verstand und meine Gedanken beobachten kann, wer ist das dann, der da beobachtet?

Da das ewige Gehirne und Gedenke und Gegrüble und Gesorge und Geplane aber eine sehr starke Gewohnheit ist, geht das nicht über Nacht weg. Die Gedanken müssen sowieso nirgendwo hin. Sie kommen und gehen. Es gibt ja 3% positive und produktive Gedanken und die sind sehr wichtig und wir brauchen sie, um im Leben weiter zu kommen.

Aber die ganzen negativen Gedanken, die können wir einfach nur sein lassen, einfach nur beobachten. Manchmal sind es viele, manchmal wenige. In stressigen Zeiten sind es meistens viele, da der Körper über den Verstand in Form von Gedanken Stress entlädt. Aber du musst nichts mit ihnen machen.

Es reicht, sie zu beobachten und ok damit zu sein, dass sie da sind.

Nach und nach werde ich dir dann zeigen, wie du deinen Verstand stattdessen auf etwas viel Angenehmeres lenken kannst. Wie Stille, Frieden, absolute Entspannung.

Frei VON Gedanken zu sein, bedeutet im Grunde nichts anderes als dass sie keine Macht mehr über dich besitzen. Und nicht, dass sie weg gehen müssen. Denn der Verstand und deine Gedanken haben sich verselbständigt und das sollte so nicht sein. Du bist der Boss. Der Verstand ist eigentlich nur als Werkzeug gedacht, um dir das Leben zu erleichtern. Als kleiner schlauer Helfer. Das ist aber außer Kontrolle geraten und nun sind die meisten Menschen Opfer ihrer Gedanken.

  • Frei von Gedanken sein heißt also, dass man sie beobachten kann.

  • Dass man sie nicht zu Ende denken muss.

  • Dass man sie einfach abschalten kann, wenn man will.

  • Dass man, wenn man nicht abschalten kann, einfach den Lärm akzeptieren kann, den der Verstand macht. Wie eine laute Straße und man hört den Verkehr, aber irgendwann stört es einen nicht mehr, weil man seine Aufmerksamkeit auf etwas viel Angenehmeres lenkt.

Alle Übungen und Werkzeuge, die du von mir bekommen wirst, werden auf dasselbe hinauslaufen: dass du lernst, dich unabhängig von deinen Gedanken zu machen, es sei denn du WÄHLST, sie aktiv zu nutzen. Z.B. weil du kreativ bist oder arbeitest oder dein Kind krank ist und du entscheiden musst, was zu tun ist etc.…es gibt unzählige Beispiele, wann unser Verstand hilfreich und wichtig ist. Wir wollen nur beginnen, ihn von unserem Thron zu werfen, auf dem er sitzt und regiert. Denn DU bist der BOSS. Ähm...die BOSSIN. Der Verstand ist nur ein hilfreiches Werkzeug.

Lasse heute einfach nur den Text auf dich wirken.

Du kannst ihn dir auch hier als Audio nochmal anhören:

Ich wünsche dir einen wunderbaren restlichen Tag!

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