Gefühle erlauben

Hallo!

Heute gibt es weniger zu lesen und mehr zu fühlen :-)

Nimm dir einmal deine PDF von der letzten Übung zur Hand, auf der du 3 Gedanken notiert hast, die Gefühle in dir hervorrufen.

Nun wähle einen von diesen Gedanken aus und fühl mal rein, ob du das damit verbundene Gefühl fühlen und einer Stelle im Körper zuordnen kannst. Kribbelt es vielleicht irgendwo? Oder fühlst du an einer Stelle einen Druck? Oder etwas anderes? Fühl mal ganz sanft, was du wahrnimmst.

Oder, wenn du dir nichts notiert hast, gibt es vielleicht ein Gefühl in dir, das dich momentan beschäftigt? Eine Sorge vielleicht? Oder eine Wut?

Atme jetzt einmal tief ein und aus und lehne dich zurück, wo auch immer du gerade sitzt. Und fühle das Gefühl, das dich beschäftigt. Und nimm wahr, wo in deinem Körper du es fühlst.

Atme wieder tief ein und aus. Und lege jetzt mal deine Hand auf die Körperstelle, die du dem Gefühl zugeordnet hast.

Atme jetzt ganz ruhig ein paar mal ein und aus und fühle dieses Gefühl und nimm die Körperstelle wahr. Stelle dir vor, dass du in diese Körperstelle hinein atmest. Wenn du keine Körperstelle zuordnen kannst, atme einfach tief in den Bauch.

Erlaube diesem Gefühl, dass es einfach da sein darf. Egal was es ist. Es ist da. Es gehört in diesem Moment zu dir. Erlaube es einfach. Es muss nicht weggehen.

Atme nochmal tief ein und aus.

Wie geht es dir jetzt? Hat sich dein Gefühl verändert?

Bewusst zu atmen ist so unscheinbar und doch so kraftvoll. Nicht nur, weil der Sauerstoff unseren Körper und unseren Geist belebt. Denn durch das Atmen erlauben wir auch das Gefühl, dass es da sein darf. Durch das Erlauben nehmen wir es an. Und dann hat das Gefühl die Chance, sich zu transformieren.

Negative Gefühle werden oft schwächer oder lösen sich sogar ganz auf, wenn man sie ganz liebevoll einfach erlaubt und in sie hinein atmet.

Positive Gefühle verstärken sich interessanterweise eher, wenn man auf diese Weise die Aufmerksamkeit darauf lenkt.

Unser Atem ist ein wahres Wunder-Werkzeug!

Manche Gefühle sind auch ein wenig hartnäckiger oder sitzen sehr tief. Wenn dir so ein Gefühl hochgekommen ist, dann sei einfach noch liebevoller mit ihm. Und vor allem geduldig. Vielleicht musst du die Übung öfter machen und jedes mal wird das Thema ein wenig leichter für dich. Ich werde im nächsten Beitrag noch näher darauf eingehen.

Du kannst die Übung sooft wiederholen, wie du willst. Bei jedem Gefühl, mit dem du zu kämpfen hast. Egal, ob sehr tief sitzend und schwer und alt oder einfach, was gerade in diesem Moment hochkommt.

Und natürlich ist die Übung auch wunderbar, um positive Gefühle so richtig zu genießen, um in sie einzutauchen, wie ein Löffel in ein leckeres Mousse-Au-Chocolat.

Du kannst die Übung auch mitten in den Alltag einbauen. Manchmal, wenn man mitten im Geschehen ist, kann es auch schon mal gut sein 3x tief durchzuatmen oder auch nur ein tiefer Atemzug kann hilfreich sein. Wenn z.B. dein Kind einen Wutanfall hat und sich mitten im Supermarkt am Boden wälzt … ;-). Quasi als Kurzversion der oben beschriebenen Übung.

Du findest hier eine lange und kurze Audio-Datei, in der du die Übung als geführte Meditation genießen kannst:

GefühleErlauben.jpg

Ich freue mich auf deine Kommentare unter diesem Beitrag.

 

Überblick- was ist zu tun:

  1. Nimm ein Gefühl wahr, das dich beschäftigt

  2. Ordne das Gefühl einer Körperstelle zu: wo in deinem Körper "sitzt" das Gefühl? Wie fühlt es sich an?

  3. Lege deine Hand auf diese Körperstelle und atme einige Male tief ein und aus

  4. Erlaube dem Gefühl da zu sein

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Verena HaynKommentieren