Tiefsitzende Emotionen und ein Eisbecher

(Diesen Beitrag findest du unten auch als Audio zum Anhören.)

Hallo!

Vielleicht hast du dich schon gefragt, warum wir eigentlich so viel beobachten, spüren, atmen, aufschreiben,... Das liegt daran, dass ich Meditation von verschiedenen Seiten angehe. Denn sie soll ja bleibend im Alltag helfen und nicht nur in kurzen Momenten, in denen man Zeit hat die Augen zu schließen. Es geht darum, eine innere Gelassenheit zu verankern und eine positive Beziehung zum Leben zu entwickeln. Als freudigen und entspannten Lifestyle. Und dazu muss man manchmal erst mal Platz machen...

Da unsere Gedanken und Gefühle sehr viel Macht über uns haben, können sie uns auch aus unserer Mitte herausziehen, wenn wir es zulassen. Deshalb gehe ich so tief auf diese Themen ein, damit wir lernen, mit ihnen umzugehen und eine Wahl treffen zu können. Und es ist ein Thema, das man nicht so einfach von heute auf morgen verändern kann. Manche Gefühle sitzen tief und es erfordert Geduld, liebevolle Akzeptanz und immer wieder das Gefühl zu erlauben, damit es sich bewegen und transformieren kann.

Viele Gefühle, die wir mit uns herumtragen und die uns vielleicht belasten, sind einfach nur unerlöst und un-gefühlt, wie eine ungeküsste Prinzessin. Viele Emotionen werden aber schwächer oder lösen sich sogar auf, wenn wir sie EINMAL wirklich an uns ranlassen und spüren und erlauben, wie in der Atemübung des letzten Beitrags. Sie verwandeln sich wie der Frosch in den Traumprinz.

Manche Gefühle sind aber auch sehr hartnäckig und lösen sich nicht so leicht. Manchmal merkt man nicht mal, dass man sie hat. Sie laufen ganz subtil und sind schon normal für uns geworden. Wir nehmen es hin, dass wir uns immer so fühlen. Vielleicht ist es eine Angst vor Neuem oder vor dem Leben allgemein oder ein Verschlossen-Sein. Oder eine Unzufriedenheit oder Traurigkeit, die immer da ist. Oder eine Gereiztheit oder Wut. Es gibt viele Gefühle, die wir subtil mit uns rumschleppen, wie schwere Wackersteine. Das kostet, wie die negativen Gedanken, viel Energie. Deshalb ist es wichtig, einen Raum zu öffnen und eine liebevolle Absicht zu geben, dass solche Wackerstein-Gefühle nun ganz sanft gehen dürfen. Jedes zu seiner Zeit, wenn du bereit dafür bist.

Falls du das jetzt liest und dir denkst, dass du solche Gefühle aber gar nicht hast oder nicht mehr oder nie hattest, dann ist das auch wunderbar. Wir wollen hier nicht nach negativen Gefühlen graben. Ich möchte nur einen Weg aufzeigen, mit solchen Gefühlen umzugehen, falls du welche mit dir herumträgst.

Es kann sein, dass solche tiefsitzenden Emotionen, die man vielleicht schon lange mit sich herum schleppt, mehrmals hochkommen, bevor man sie loslassen kann. Dann ist es hilfreich,die Atem-Übung vom letzten Beitrag zum Gefühle-Erlauben bei demselben Gefühl immer wieder zu machen. Du wirst merken, dass es jedes mal ein bisschen leichter wird.

Das Tolle ist, wir brauchen unsere Gedanken und Gefühle auch nicht analysieren. Es ist nicht wichtig, warum sie da sind oder woher sie kommen. Manchmal wissen wir es, manchmal nicht. Das ist aber nicht wichtig. Es ist eine alte Geschichte (und wir wollen ja lieber eine neue, frische, leichte, positive... dieses Thema wird dann aber in Modul 3 vertieft). Es reicht, sie zu bemerken und ganz sanft hinein zu atmen. Das ist so unscheinbar aber wirklich so kraftvoll! Denn gerade als Mamas müssen wir oft so viel tragen und aushalten und nicht selten die eigenen Bedürfnisse hinten anstellen. Da gerät man leicht in die Falle, die eigenen Gefühle zu unterdrücken.

Das einzig Wichtige ist, dass du Geduld mit dir hast. Manche Gefühle haben sich über eine lange Zeit verankert und deshalb brauchen manche auch ein wenig Zeit, um sich wieder zu lösen. Wiederhole einfach immer wieder einmal die Atemübung zum Erlauben von Gefühlen. Einfach 1x am Tag, vielleicht wenn du im Bett liegst. Oder alle paar Tage, wenn du einmal daran denkst oder ein Gefühl hoch kommt. So wie es sich für dich richtig anfühlt.

Und dann nutze den Raum, der sich öffnet , weil du etwas altes losgelassen hast und fülle ihn mit Freude, Genuss, Frieden.

Und das wollen wir heute nun gleich noch tun. Jetzt haben wir uns in den letzten 3 Beiträgen sehr tief mit Gefühlen, die wir erlauben und loslassen wollen, beschäftigt. Wir haben Raum geschaffen. Und den wollen wir nun natürlich nutzen um mehr positive Gefühle in unser Leben zu holen und diese zu stärken und zu verankern. Neue Positive Gefühlsgewohnheiten.

Und das machen wir jetzt.

Also: wenn du heute ein positives Gefühl in dir wahrnimmst, atme tief durch und fühle es in dir. Erlaube es! Nimm es wahr! Genieße es! Gib ihm Raum! Bemerke es! Feiere es :-)

Höre die Audio-Datei vom gestrigen Thema "Gefühle erlauben" in Bezug auf dein leichtes und positives Gefühl und erlaube diesem, noch stärker zu werden.

Denn wir sind es so gewohnt, uns immer um die negativen Gefühle - die Sorgen, Ängste und Zweifel - zu kümmern, sie lösen zu wollen und über sie nachzusinnen, dass wir die positiven oft gar nicht richtig würdigen.

Gönne dir heute, tief in deine positiven Gefühle einzutauchen und sie so richtig zu genießen. Wie einen großen, lecken Eisbecher.

Guten Appetit! :-)

Und hier kannst du dir den heutigen Beitrag auch anhören, z.B. während dem Kochen ;-)