Haushalts-Meditation

Hallo!

Wir haben nun schon richtig viel Zeit für dich freigeschaufelt, wo eigentlich keine war. Neue Zeitfenster geöffnet und kleine fiese Zeitfresserchen enttarnt. Vielleicht entspricht diese Zeit aber nicht deinen Vorstellungen. Denn was geht schon über eine Stunde einfach flach auf dem Sofa liegen, Füße hoch, ganz alleine, vielleicht mit einer Tasse heißem Tee und einem schönen Magazin? Und solche Auszeiten brauchen wir natürlich auch. Es ist nur verheerend, wenn man die vielen kleinen Momente, die man eigentlich auch dazwischen hat, übersieht, weil sie nicht den Kriterien für “Zeit für mich” entsprechen. Diese Kriterien stammen nur aus deinem kritischen Verstand und sind manchmal einfach nicht umsetzbar. Und so können unsere Vorstellungen und Erwartungen, wie diese freie Erholungszeit aussehen soll, uns stark im Weg stehen.

Mein Motto ist deshalb: immer kleine Momente genießen zum zwischendurch auftanken. Damit die Akkus nicht leer werden. Manchmal muss man ja als Mama auch mal längere Durststrecken überwinden, bis endlich die langersehnte Zeit zum Erholen kommt. Und deshalb ist es wichtig, diese kleinen Erholungs-Minuten zwischendurch wahrzunehmen und auszukosten. Als Mini-Meditationen. Tief atmen. Einen Kaffee trinken. Ein bisschen träumen. Sich spüren. Kurz mal hinsetzen.

Oder du erholst dich, während du etwas anderes machst. Denn das ist die dritte Möglichkeit, Zeit zu genießen, wo vorher keine war, die ich hier vorstellen will. Ich bin mir sicher, dass du das auf die eine oder andere Art vielleicht schon machst, manches vielleicht bewusster als anderes: aktiv meditieren. Ich nenne es auch Haushalts-Meditation. Abspülen, putzen, Wäsche waschen, kochen, staubsaugen, Staub wischen, Fenster putzen,... Alles Meditation. Zeit für dich. Wenn du es so wahrnimmst und „nutzt“.

Meistens schmeißt man ja den Haushalt so nebenbei, nachdem man vielleicht schon müde aus der Arbeit kommt und während dein Kind oder deine Kinder um deine Füße wuseln. Es gibt aber auch die schönen Momente, wo man mal ganz in Ruhe z.B. die Wäsche sortieren kann. Wenn das Kind schon schläft oder in der Kita ist. Ich genieße das dann immer so richtig. Und versinke dann regelrecht in dieser Aufgabe. Wenn auch nur für 5 oder 10 Minuten. Für mich ist das Meditation.

Ich freue mich so sehr , wenn ich mal nur eine Sache auf einmal machen muss. Da ich mich auf diese eine Sache konzentriere, wird mein Verstand ganz ruhig und ich entspanne total. Mir geht das auch so beim putzen und am aller meisten beim Kochen (also wenn ich alleine, ganz in Ruhe kochen kann). Da schwebe ich in einer regelrechten Glückswolke. Danach fühle ich mich klar, fokussiert und erholt.

Das war aber nicht immer so. Früher hat mich das alles sehr genervt. Es waren lästige Aufgaben, die abgehakt werden mussten (außer Kochen, das habe ich auch früher schon genossen). Doch irgendwann habe ich akzeptiert, dass ich es ja sowieso erledigen muss. Und dass ich lieber währenddessen meine Aufmerksamkeit auf den Moment richte, tief und ruhig atme (oder manchmal auch singe und tanze) und Zufriedenheit zulasse.

Ganz wichtig zu erwähnen finde ich noch das Spielen. Dir Zeit zu nehmen, mit deinem Kind oder Kindern zu spielen und nichts anderes nebenbei zu tun, kann auch sehr meditativ sein. Mit kleinen Tierchen eine Parade aufbauen, Hörspiel anhören, kneten, Papierflieger falten, Türme bauen, Bilderbücher lesen, kleine Kunstwerke malen...wenn man sich voll und ganz darauf einlässt ist das sowohl für dich, als auch für dein Kind eine Zeit zum erholen und um in die Mitte zu kommen.

Und was hat das nun alles mit Zeit zu tun? Na, anstatt erst 30 Minuten zu kochen und dann 10 Minuten zu meditieren, kannst du gleich die gesamte Zeit als Meditation genießen. 40 Minuten statt 10. Vervierfacht. Wow!

Welche Tätigkeiten in deinem Alltag kannst du in eine Meditation verwandeln oder tust es vielleicht schon? Vielleicht ja auch im Garten oder in der Arbeit? In der heutigen PDF kannst du sie dir notieren.


Viel Spaß & Erholung beim putzen ;-)