Neue Zeitfenster öffnen

Hallo!

Ich freue mich, dich in Modul 4 zu begrüßen!

Du hast in den ersten Modulen schon die wichtigsten Fähigkeiten für ein gelassenes Leben kennengelernt (Gedanken beobachten & Gefühle erlauben) und schon ein wenig in die Stille jenseits der Gedanken hineingeschnuppert. Und du hast gelernt, wie sich deine Beziehung zu deinen Gedanken und Gefühlen auf deine persönliche Geschichte, also dein Leben, auswirkt. Und diese Erkenntnisse wollen wir jetzt nutzen, um ganz konkrete Verbesserungen in dein Leben zu holen. Ich will dir zeigen, wie du diese neuen Fähigkeiten sofort anwenden kannst, um dein Wohlbefinden zu steigern. Da wir Mamas meist unter latentem Zeit-, Energie- und/oder Schlafmangel leiden und oft nur schwer abschalten oder entspannen können, fokussiere ich mich in den nächsten Modulen auf diese Themen: Zeit, Kraft, Meditation (Erholung, Entspannung) und Schlaf. Beginnen wir mit der Zeit.

Ich höre immer wieder von Mamas, wie wenig Zeit sie haben. Wenn überhaupt. Manche sagen auch, sie haben gar keine. Aber was bedeutet das überhaupt: Zeit haben? Was ist Zeit? Und wofür? Deshalb nimm dir jetzt kurz eine Minute und überlege dir:

  1. Was bedeutet “Zeit haben” für mich?

  2. Was würde ich in dieser Zeit gerne tun?

Einfach ganz spontan aus dem Bauch heraus. In der PDF von heute kannst du dir deine Antworten notieren.

Und es geht noch weiter:

Wenn du heute (oder morgen) durch den Tag gehst, dann versuche mal wahrzunehmen, ob es da kleine Zeitfenster gibt, die du vielleicht bisher noch gar nicht entdeckt hast, weil du sie nicht als solche wahrgenommen hast. Weil dein Verstand sie als nicht würdig beurteilt, da zu kurz. Oder eine andere Vorstellung von „Zeit haben“ hat. Und du sie deshalb bisher vielleicht nicht als Zeitfenster empfunden, d.h. Gefühlt hast. Denn oft erwarten wir große Zeiträume für uns, wo wir uns mal richtig ausruhen und entspannen können. Z.B. eine Stunde, um in Ruhe zu baden oder einen ganzen Abend frei. Aber wenn die einfach nie kommen, staut sich die Erschöpfung und der Frust an. Deshalb bin ich ein großer Fan von kleinen Momenten.

Hier geht es darum solche kleinen Momente zu finden, in denen du Zeit für dich hast. Vielleicht eine Minute oder zwei. Oder sogar 5, das wäre schon toll! :-). Du wirst sehen: das summiert sich!

Nimm dir eine imaginäre Zeit-Finde-Lupe und gehe damit durch den Tag (oder lasse abends einfach deinen Tag Revue passieren). Halte wie eine Detektivin Ausschau nach versteckten Momenten, in denen du kurz mal ausspannen, zu dir kommen, “runter kommen” oder durchatmen kannst. Nicht mehr. Keine großen Aktionen, nur kleine aber feine Zeit-Inseln.

Hier ein paar Beispiele aus meinem Leben:

  • Ich fahre meinen Kleinsten morgens in die Krippe und hole ihn nachmittags wieder ab. Der Weg ist recht kurz (so 2-3 Minuten), aber ich genieße diese Zeit immer, um die frische Luft tief einzuatmen, das Wetter zu genießen und über nichts Großartiges nachzudenken. Wenn überhaupt, mir einen Überblick über den nächsten Tagesabschnitt zu verschaffen und Klarheit zu gewinnen. Da ich diesen Weg jeden Tag 4x gehe kommen da immerhin 10 Minuten zusammen, die ich ganz für mich alleine genießen kann, denn der Kleine genießt das Buggy fahren und ist immer ganz still. Aber mittlerweile läuft er oft auch schon und dann genießen wir diese Zeit einfach gemeinsam, z.B. mit spannenden Entdeckungen von Schnecken, Flugzeuggeräuschen oder Müllautos.

  • Dasselbe gilt für die Wege zum Supermarkt oder zur Busstation oder die Wartezeit auf Bus oder U-Bahn (und auch die Fahrt selbst). Da atme ich dann tief durch, verstreue vielleicht ein bisschen rosa Licht. Oder ich genieße einfach nur den Moment. Einfach da sein. Während der Fahrt vielleicht was Schönes anhören oder lesen… Das sind mindestens wieder 10 Minuten :-)

  • Morgens, wenn ich aufwache und die restliche Familie schläft noch (kommt zwar in letzter Zeit selten vor, aber so einmal die Woche dann doch mal :-)), dann überlege ich mir, wofür ich alles dankbar bin und überlege mir, worauf ich mich heute freue. Oder ich meditiere 10 Minuten oder atme einfach nur tief und erlaube meinen Gefühlen, die da sind, einfach da zu sein. Wieder 10 Minuten ;-)

Nur mein Beispiel (und das könnte alles an einem Tag stattfinden) hat ein Minimum von 30 Minuten Zeit offenbart, die ich voll genießen und “für mich haben” kann, wenn ich sie als solches wahrnehme und wertschätze. Und das alles vor 12 Uhr mittags.

Wo findest du kleine Zeitfenster für dich in deinem Tag? Sammle sie auch in der PDF von heute. Notiere dir in etwa, wie lange diese Zeit-Inseln dauern und wie viel Zeit du insgesamt dadurch an diesem Tag für dich bekommst. Es geht mir nicht darum, die Zeit ab jetzt immer minutiös zu zählen, sondern dir einmal zu veranschaulichen, wie viel da zusammen kommen kann. Mit diesen Fakten kannst du dann deinen kritischen Verstand überzeugen, der immer mitreden will ;-).

Viel Spaß und ich bin schon gespannt, wo du überall deine kleinen Momente aufspürst :-)

Zusammenfassung - was ist zu tun:

  1. Notiere in der heutigen PDF, was Zeit für dich bedeutet und wofür du dir Zeit wünscht.

  2. Finde kleine Zeitfenster in deinem Tag, die du für dich nutzen kannst.

  3. Notiere diese gefundenen Momente in der PDF und zähle zusammen, wie lange du insgesamt Zeit für dich hattest.

  4. Erzähle gerne in den Kommentaren unten, welche Momente du aufgespürt hast und genieße deine neu kreierte Zeit!

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