Zeitfresserchen enttarnen

Hallo! Schön, dass du dir heute Zeit genommen hast für den nächsten Beitrag!

Wenn du dich schon mal mit Zeitmanagement befasst hast, kennst du vielleicht diese fiesen kleinen Monsterchen namens Zeitfresser. Eigentlich gibt es Zeit in Hülle und Fülle. Aber es gibt auch viele hunderte von Gewohnheiten, Dingen, Menschen, Pflichten usw. usw., die uns diese Zeit “wegfressen”.

Bei manchen kann man das nicht ändern, weil es Tätigkeiten sind, die sein müssen. Manche Dinge kann man aber sehr wohl ändern oder bewusst entscheiden. Typische Entscheidungen, um Zeitfresser zu eliminieren ist z.B. weniger zu fernsehen, mal auf das Smartphone oder Soziale Medien zu verzichten oder bewusster zu entscheiden, mit wem man sich trifft. Das sind meiner Meinung nach “offensichtliche” Zeitfresser. Die, die jeder genau kennt.

Es gibt dann die etwas subtileren Zeitfresser. Wenn wir etwas tun, was wir eigentlich nicht wollen, aber wir schaffen es nicht nein zu sagen oder uns abzugrenzen, z.B. aus schlechtem Gewissen. Auch hier gibt es vielleicht einige Pflichtprogramme, um die man nicht herum kommt. Aber so einiges kann man von seinem Zeitplan streichen, wenn man sich mal ehrlich fragt: will ich das wirklich? Dazu gehören für mich z.B.

  • Dinge, die man einer anderen Person zuliebe tut (und selbst gar nicht will) oder zu der man vielleicht überredet wurde (z.B. mit der besten Freundin auf dieses Konzert zu gehen, weil sie nicht alleine gehen will und du hast aber eigentlich überhaupt keine Lust; du willst lieber zuhause in Ruhe ein Bad nehmen und früh schlafen gehen)

  • Dinge, die man tut, weil sie für dein Kind gut sind, aber eigentlich hast du keine Lust darauf. Einige dieser Dinge wiederum: müssen halt sein. Aber so manches kann man auch mal weglassen, wenn man müde und erschöpft ist (oder delegieren). Ich habe z.B. irgendwann beschlossen, dass ich einfach nicht gerne ins Hallenbad gehe. Mein Sohn dagegen schon. Lösung: er geht halt mit dem Papa. Auch gewisse Bastel- und Wintersport-Aktivitäten sind einfach nicht mein Ding. Seit ich mir das eingestanden habe, habe ich mehr Zeit, das mit meiner Familie zu unternehmen, was mir wirklich Spaß macht.

Zuletzt gibt es Zeitfresser - und die sind wirklich interessant für uns in diesem Kurs - die sich nur auf der Verstandes- und Gefühlsebene abspielen. Sie sind absolut unsichtbar. Weil du nun gelernt hast, diese Ebene besser wahrzunehmen, können wir uns auf die Jagd machen, diese kleinen Zeitfresserchen zu enttarnen. Aber wie sehen sie aus? Hast du eine Idee? Richtig! Es sind mal wieder die negativen Gedanken, die oft gepaart mit schweren Gefühlen einhergehen.

Im letzten Modul hast du dir einige Gedankengewohnheiten ja schon bewusst gemacht und welche davon vielleicht in deinem Leben eine Rolle spielen:

Zweifel, Sorgen, Beschuldigen, Beschweren, Jammern, Ärgern,...

Die sind richtige Zeitfresser! Weil sie sich meistens nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder einschleichen. Jeden Tag. Und meist merken wir es aber nicht mal. Es läuft wie eine Hintergrundmusik ab. Einfach, weil es zur Gewohnheit geworden ist, sich auf einer kritischen oder negativen Denkspirale zu bewegen.

Diese Gedanken-Zeitfresser nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Und wenn wir wenigstens einen Teil davon enttarnen, können wir diese Zeit nutzen, um sie ganz bewusst zu genießen und unsere Aufmerksamkeit auf etwas Positives zu lenken.

Aber wie? Das ist die gute Nachricht: du tust es schon längst! Juhu! Alle Übungen aus Modul 1, 2 und 3 helfen dir dabei. Es ist nur wichtig, sich klar darüber zu werden, dass negative Gedanken und Gefühle wirklich Zeit kosten.

Hier gilt wieder: natürlich haben wir Sorgen und Probleme, die berechtigt sind und die nicht einfach so verschwinden. Aber ein Großteil dieser Gedankenschleifen dreht sich ja um Organisatorisches oder Vergangenes oder Erwartungen oder Kritik (oft an uns selbst). Und da können wir ganz sanft unsere Aufmerksamkeit auf diesen Moment lenken. Und ihn genießen.

Am besten, indem du jetzt einmal tief durchatmest und spürst, wie du mit beiden Beinen fest am Boden stehst. Was passiert JETZT in diesem Moment? Sehe, spüre, fühle, höre, schmecke und genieße einfach nur jetzt :-).

Du kannst nun die PDF von heute nutzen, um deine offensichtlichen, subtilen und unsichtbaren Zeitfresser zu enttarnen. Schau mal, ob du zu jedem ein Beispiel findest.

Ich bin gespannt :-)

Zusammenfassung - was ist zu tun:

  1. Lasse den Text auf dich wirken und drucke die PDF aus (oder speichere sie auf deinem Computer).

  2. Notiere je 1 deiner offensichtlichen, subtilen und unsichtbaren Zeitfresserchen.

  3. Genieße diesen Moment :-)