Von Herzen geben

Hallo!

Wenn man mit seiner inneren Kraftquelle verbunden ist, dann fühlt man sich meist zuversichtlich und selbstbewusst und stark und freudig. Einfach so, ohne irgendeinen bestimmten Grund im Außen. Man ist dann oft automatisch offen und hilfsbereit und kann von Herzen geben. Bestimmt kennst du dieses Gefühl.

Wenn man aber davon abgeschnitten ist, ist man eher ängstlich, überlegt sich sehr gut, was man von sich preis gibt und nimmt eine eher schützende und abwehrende Haltung ein. Oder man fühlt sich schnell ausgenutzt. Oder dass man die einzige ist, die bestimmte Dinge tut. Oder das Gefühl: „immer“ bleibt das an mir hängen! „Immer“ mache ich das! Man vergleicht sich dann schnell und fühlt sich benachteiligt. Besonders, wenn man eh schon müde und erschöpft ist. Leider kommt man da manchmal in so ein Hamsterrad hinein, in eine Abwärts-Spirale. In eine Opferhaltung, die einem noch mehr Kraft raubt.

Was ist der Ausweg?

Ich kenne einen. Aber er mag dich vielleicht zuerst überraschen.

Die Lösung ist: Wenn du dich von deiner Kraft abgeschnitten fühlst und du wünschtest, jemand anderes (z.B. dein Partner oder ein Familienmitglied) möge dir doch endlich mehr helfen und dir mehr geben und dich ein wenig mehr unterstützen….dann: geh du den ersten Schritt und fange du zuerst an, zu geben.

Das Wichtige ist nur, dass du es mit reinem Herzen und ohne die Erwartung, dass etwas zurückkommen muss, tun kannst. Das ist manchmal gar nicht so leicht. Aber eine Kleinigkeit gelingt einem meistens.

Den ersten Schritt zu tun und das, was du dir von anderen wünscht, selbst zu geben, kann die treibende Energie sein, dich aus dem Schwäche-Hamsterrad rauszuholen. Denn deine Liebsten mit Kleinigkeiten zu verwöhnen macht Freude und allein das Geben aus freiem Herzen heraus ist schon so schön, dass es Kraft gibt. Die andere Person freut sich dann auch meistens (was aber im Grunde egal ist, weil du nichts zurück erwartest ;-)) und das kreiert noch mehr Freude und Energie.

Automatisch wird die andere Person früher oder später gerne von sich aus auch etwas zurückgeben wollen. Aber nur, wenn es frei und ohne Erwartungen fließt. Vielleicht kommt es auch ganz anders zurück, als du es dir vorstellst, also sei offen, “wie” das Zurückkommen aussieht. Oder von „wem“.

Vielleicht erwartest du von deinen Eltern, dass sie dir doch mal öfter dein Kind abnehmen sollten. Und dann tu ihnen einfach mal was Gutes. Verwöhne sie oder tue ihnen einen Gefallen – schließlich sind es deine Eltern. Und eine Woche später meldet sich plötzlich eine Freundin von dir, die dir anbietet, mit deinem Kleinen auf den Spielplatz zu gehen...

Das Geben und Zurückfließen ist ein natürlicher Kreislauf: Geben verursacht Freude. Die verursacht Energie. Die verursacht Zurückgeben. Das verursacht wiederum Freude. Und noch mehr Energie…Und Plötzlich bist du in keinem Hamsterrad der Schwäche, sondern in einem Freuden-Momentum, das Energie freisetzt und Kraft gibt.

Wie viel und was du geben willst und kannst, bestimmst nur du. Du solltest natürlich nicht über deine Grenzen hinausgehen. Es muss nichts Riesengroßes sein. Was hier zählt ist, mit welcher inneren Haltung du gibst (nämlich gerne und großzügig und ohne Frust) und nicht ob es viel oder groß ist. Denn wenn man etwas gibt und eigentlich will man nicht und ärgert sich insgeheim über den anderen (z.B. düber essen Faulheit) oder man ist zu erschöpft dazu, dann begibt man sich in eine Opferhaltung. Das kostet dann eher Kraft.

Also überlege mal: welche Hilfe oder Entlastung würdest du dir in deinem Leben wünschen? Über welche Liebenswürdigkeiten würdest du dich von anderen freuen? Mit was könnte man dich so richtig toll überraschen? Träume ruhig mal ein bisschen darüber, was du dir wünschst.

Dann nimm diese Beispiele und überlege, wie du den ersten Schritt gehen kannst, um diese Energie des Gebens in deinem Leben freizusetzen. Hab den Mut und fang damit an! Ich garantiere dir, es wird etwas in Bewegung setzen und es wird zu dir zurückfließen, wenn du es von Herzen tun kannst.

Natürlich kannst du nicht 1:1 den anderen geben, was du dir wünscht. Übersetze es in ihre Herzens-Sprache. Vielleicht lädst du deine Mama auf einen Kaffee ein, schmierst deinem Teenager-Sohn zur Abwechslung mal sein Pausenbrot, räumst deinem Grundschulkind den Schreibtisch auf (obwohl er das sonst selber tun muss), versteckst deinem Mann kleine Herzens-Nachrichten-Klebezettelchen wo er sie in der Arbeit findet oder gibst ihm abends eine kurze Nacken-Massage, oder einfach nur eine Umarmung, ein paar wertschätzende Worte, ein Lächeln …

Das sind jetzt alles nur Beispiele ...natürlich werden dir auch ganz andere Dinge einfallen, die zu dir und den Menschen in deinem Leben passen. Und die Möglichkeiten sind wie die Liebe grenzenlos!

Von Herzen zu geben ist eine Meditation in Aktion. Es kann einen in einen tiefen Frieden versetzen, Erwartungen loszulassen und den ersten Schritt in die Richtung zu gehen, Glück und Freude zu erzeugen.

Schreibe nun in die heutige PDF 3 Ideen, was du noch heute von Herzen geben möchtest. Denn es ist immer so kraftvoll, etwas schwarz auf weiß auf Papier zu schreiben. Damit man es auch wirklich tut und nicht nur darüber nachdenkt.

Ich freue mich, in den Kommentaren unten zu hören, wie es dir mit dieser Übung ging!

 

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