Energie für den Geist

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Gestern war ein sehr bereichernder Tag, denn unser Körper freut sich über jede Aufmerksamkeit, weil wir ihn gerne mal vernachlässigen. Unser Verstand dagegen bekommt oft eher zu viel Aufmerksamkeit von uns – obwohl das meist sogar unbewusst abläuft. Denn wir „glauben“ unseren Gedanken und geben ihnen eine große Macht. Sie bestimmen den ganzen Tag über (und zum Teil auch nachts!), wie wir uns fühlen.

Zum Glück weißt du das aber ja jetzt und weißt, wie du deine Gedanken beobachten kannst. Und keine Sorge, du brauchst das auch noch nicht gleich zu meistern. Das ist eine neue Gewohnheit, die man erst mal ein bisschen pflegen und verinnerlichen muss. Lange genug war der Verstand dein Boss. Aber damit ist nun Schluss ;-). Denn eigentlich ist der Verstand mit seinen Kommentaren „nur“ ein kleiner Helfer. Und noch nicht mal der einzige. Wir haben auch noch Instinkte, Intuition und unser „Bauchgefühl“... Unser Verstand hat es aber geschafft, dass wir ihm eine Stellung geben, die ihm eigentlich gar nicht zusteht: nämlich unser Leben zu lenken. Dabei sollte er nur Input geben. Praktische Aufgaben lösen. Den Weg finden. Lernen. Merken.

Und er kann noch mehr und dafür wollen wir ihn auch gerne nutzen: nämlich, um bewusst POSITIVES zu denken. Und das wollen wir ihm heute beibringen. Oder einfach wieder stärker aktivieren.

Denn du bist nicht dein Verstand.

Du denkst nur deine Gedanken und zwar mittels deinem Verstand. Er ist dein Werkzeug. Er ist dein Freund und er arbeitet für dich (nicht anders herum!).

Stelle dir vor, dein Verstand ist dein Mitarbeiter oder dein Angestellter. Einen, den du sehr wertschätzt, weil er dir wirklich unglaubliche Dienste leistet. Aber er hat sich in letzter Zeit ein wenig verselbstständigt und Projekte in Angriff genommen, die du ihm gar nicht aufgetragen hast.

Mehr noch: er hat die Planung für Bereiche in deinem Leben übernommen, die dich und deine Lebensqualität sogar massiv beeinflussen. Deshalb rufst du ihn zu dir und setzt dich mit ihm an einen Tisch für einn Team-Meeting. Vielleicht kannst du dir vorstellen, dass er einen Namen hat. Mein Verstand zum Beispiel heißt „Ernst“.... weil er einfach wirklich immer sehr ernst ist. Ich finde das lustig, denn dann kann ich ihn beim Namen nennen und sagen: „Danke, Ernst, für deinen Kommentar, aber ich möchte doch lieber das Positive an dieser Situation sehen!“

So, und sobald dein Verstand einen Namen hat und den Platz eingenommen hat, der ihm gebührt (nämlich für dich zu arbeiten), kannst du ihm jetzt ganz liebevoll, aber klar Aufgaben zuteilen. Neue Aufgaben. Die muss er erst noch lernen. Oder sich wieder daran erinnern. Hab also ein wenig Geduld mit ihm ;-).

Zum Beispiel kann dein Verstand die wundervolle Gewohnheit erlernen oder wieder aktivieren, die Aufmerksamkeit auf das Schöne, Positive zu richten. Wenn du dich zum Beispiel in einer Situation befindest, die dein Verstand aus Gewohnheit als negativ „wertet“ und es wird dir bewusst, dass du gerade negativ darüber denkst, dann beobachte ganz liebevoll diese wertenden und negativen Gedanken, lasse sie vorüberziehen und WÄHLE dann ganz bewusst, einen positiven Gedanken über diese Situation zu denken. Egal was – man findet immer etwas Gutes.

Mache irgendwo einen Anfang. Am Besten heute. Wenn es dir auffällt, dass du ins Negative abdriftest und es wird dir bewusst, dann: beobachte, lasse den Gedanken vorüberziehen und lenke deine Aufmerksamkeit ganz liebevoll und sanft auf etwas Positives.

Daraus entsteht eine neue Gewohnheit, in der du wieder das Steuer übernimmst. Und dein Verstand ist dein Freund und Mitarbeiter und freut sich über seine neue Aufgabe :-).

Und klar, natürlich kann man auch nicht IMMER jeder Situation etwas Positives abringen. Worum es mir geht ist, dass wir die 3%, die der Verstand für positive Gedanken „nutzt“, ein wenig ausweiten wollen. Immerhin sind 27% negativ und rund 70% nur wirres Geplapper. Erinnerst du dich? Wäre es nicht cool, das umzudrehen? Stelle dir mal vor, wie viel Kraft dir das geben würde!

Denn du hast immer die Wahl! Ist das nicht unglaublich kraftvoll und befreiend?

Im heutigen Reflektionsblatt kannst du dir Notizen zum heutigen Thema machen und vor allem: deinem Verstand einen Namen geben :-).

Viel Spaß!